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Roadmap für Onedrive for Business und SharePoint Online: Der Cloudspeicher sprengt seine Fesseln

Auf der Ignite, Microsofts großer IT-Pro Konferenz, wurde die Ankündigung zum weiteren Werdegang von OneDrive gemacht. OneDrive erhält dabei einen brandneuen Sync Client. Zusammen mit den bereits im März angekündigten Neuerungen für SharePoint Online ergibt sich ein Gesamtbild, dass eine erheblichen Mehrwert für kollaboratives, Arbeitsplatz-ungebundenes Arbeiten und die Sicherung von Daten bietet.

Wie kam es zu OneDrive und OneDrive for Business?

Zunächst ein grober Abriss zu OneDrive: OneDrive wird in zwei Bereichen unterschieden – OneDrive Personal, wie es bei jedem Microsoft Online Account  sowie zur Speicherplatz Erweiterung z.B. im Office 365 Home Paket enthalten ist und OneDrive for Business, welches sich z.B. im Office 365 Business Premium auch im von uns angebotenen Leistungsumfang befindet. Technologisch sind dies zwei verschiedene Sync-Programme durch die Daten in verschiedene Speicher synchronisiert werden. Im folgenden möchten ich näher auf den Einsatz am PC eingehen. Das Personal-Produkt bietet dabei einen anderen Funktionsumfang als das professionell orientierte Business-Produkt und stammt aus einem anderen Entwicklerteam. Beim Speicher, der von OneDrive for Business genutzt wird handelt es sich um eine SharePoint Seite und die darin hinterlegte SQL Datenbank. Dieser Business-Client wurde 2005 von Microsoft eingekauft und aus dem damals Groove genannten Produkt wurde bis heute, über ein paar Umwege und mit mehreren Namensänderungen (unter anderem wegen Unstimmigkeiten mit dem PayTV-Anbieter Sky) verbunden, der OneDrive for Business Client entwickelt. Microsoft hat sich aufgrund dessen mittlerweile limitierten und teils “verwachsenen” Funktionsumfang entschlossen, den Sync Client von Grund auf neu- anstatt weiter zu entwickeln. Dieser wird in der Personal-Version mit Windows 10 veröffentlich und voraussichtlich zum Ende des Jahres um die Business-Anbindung erweitert.

Was bringt der neue Client?

Mit dem kommenden neuen Client (auch Next Gen Sync Client) genannt werden zwei der wichtigsten Restriktionen entfernt. Zum einen ist es bisher nur möglich 20.000 Dateien aus einer Dokumentenbibliothek (also auf einer Teamwebsite oder aus dem Nutzerspeicher in Office 365) zu synchronisieren – diese Limitierung wird aufgehoben. Zum andern wird Selective-Sync ermöglicht – bisher mussten Dokumentenbibliotheken immer komplett lokal synchronisiert werden. In Zukunft wird es möglich einzelne Ordner aus einer Sammlung auszuwählen bzw. auszuschließen, was den lokalen Speicherbedarf erheblich entlasten kann. Dies kommt besonders bei der angekündigten Speichererweiterung für SharePoint Online zum tragen.

Der jedem Nutzer persönlich zur Verfügung stehende Online-Speicherplatz im OneDrive for Business beträgt zur Zeit 1TB, soll jedoch in Zukunft nicht mehr limitiert werden. Bei Teamwebsites für SharePoint Online stand bisher global ein Speicherplatz von 10GB plus 500MB pro lizensiertem Nutzeraccount in Office 365 zur Verfügung. Eine Speichererweiterung kann in GB-Schritten zugekauft werden. In Zukunft wird das Startvolumen auf 1TB erweitert, was ein wesentlich zeitgemäßeres Volumen darstellt.

Zur zeit wird die Möglichkeit zum Teilen von Dateien mit den mobilen Clients sowie erweiterte Data Loss Prevention Funktionalitäten implementiert. Es werden außerdem noch weitere Funktionen in OneDrive for Business integriert, die für die folgenden Zeiträumen angekündigt sind:

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Quelle: Microsoft

Wie lässt sich der neue Funktionsumfang nutzen?

Mit SharePoint (Online) haben viele Kunden ein sehr mächtiges Werkzeug im Einsatz, dessen Potential selten voll ausgeschöpft wird. Die Erweiterung von Speicherplatz und Dateianzahl ermöglicht den Einsatz von OneDrive for Business bzw. SharePoint als vollumfängliche Kollaborations-Plattform. Nutzer können ganze Festplatteninhalte in einem gesicherten Datacenter, revisionierbar und auch in Deutschland rechtlich unbedenklich (sofern Sie nicht von einer Sonderregelung wie bei Patientendaten betroffen sind) absichern. Dokumentensammlungen und Projektakten lassen sich mit einem anständigen Einstiegsspeicher zentral abspeichern und durch ein Zugriffskonzept absichern – und das sehr Kosteneffizient. Gerade der Kostenfaktor für Backupsysteme oder zentralen Speicher führt dazu, dass viele klein- und mittelständische Unternehmen Daten auf Einzelrechnern, Serversysteme ohne Dokumentenmanagementsystem oder unzähligen externen Festplatten verteilen. Fallen diese Datenträger aus, sind die Daten verloren. SharePoint und OneDrive werden somit zum umfangreichsten und in Verbindung mit Office 365 sichersten und günstigstem Dateimanagementsystem.

Wir bei aConTech begleiten die Entwicklung von Office 365 seit dem Beginn und freuen uns zu den ersten zu gehören, die die neuen Funktionen evaluieren und bei uns und unseren Kunden einführen und nutzen können. Wir freuen uns außerdem unser Angebot für Cloud-Konzepte, sei es lokal in Ihrem Rechenzentrum oder Online z.B. mit Microsoft Azure oder Office 365 bald um einen weiteren Dienst erweitern zu können. Details erhalten Sie dann natürlich in unserem Blog.

Sie Interessieren sich für die Einführung oder das Upgrade von SharePoint On-Premise oder SharePoint Online über Office 365? Sie haben Fragen zu den in diesem Artikel behandelten Themen oder anderen Technologien? Kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular!

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