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Sichern von SQL Server Datenbanken mit Azure Backup

Mit Azure Backup ist es mittlerweile einfach möglich Microsoft SQL Datenbanken zu sichern und bei Bedarf wiederherzustellen. Dabei kann man nicht nur tägliche Vollsicherungen, sondern auch Differenzielle Sicherungen täglich oder die Protokollsicherung aller 15 Minuten durchführen lassen. Der Service ist aktuell noch als Vorschau verfügbar.

Die Sicherung von SQL Datenbanken mit Azure Backup ist für Azure IaaS VMs mit folgenden Betriebssystemen verfügbar:

  • 1) Windows Server 2012
  • 2) Windows Server 2012 R2
  • 3) Windows Server 2016

Unterstützte SQL Server-Versionen und -Editionen:

  • 1) SQL Server 2012 Enterprise, Standard, Web, Developer, Express
  • 2) SQL Server 2014 Enterprise, Standard, Web, Developer, Express
  • 3) SQL Server 2016 Enterprise, Standard, Web, Developer, Express
  • 4) SQL Server 2017 Enterprise, Standard, Web, Developer, Express

Sicherung einrichten

Es wird täglich eine Vollsicherung in Kombination mit einer Protokollsicherung, die alle 15 Minuten durchgeführt wird, eingerichtet.

Zuerst starten Sie im Recovery Service-Tresor den Einrichtungsassistenten und wählen als Workload Azure und „SQL Server in Azure-VM“ aus. Dann starten Sie die Ermittlung der Datenbanken in den Azure VMs.

Es folgt die Auswahl der Azure VM, auf der die Datenbank gesichert werden soll. Anschließend werden die Datenbanken ermittelt.

Im nächsten Schritt haben Sie die Wahl, die gesamte SQL Server Instanz per Autoprotect oder einzelne Datenbanken zu sichern. Wird die Instanz per Autoprotect gesichert, werden alle existierenden sowie zukünftige Datenbanken automatisch mit in die Sicherung aufgenommen. Dabei wird, wie im Screenshot zu sehen, für das Beispiel nur eine Datenbank ausgewählt.

Im letzten Schritt weißen Sie die Sicherungsrichtlinie zu. Es kann nachträglich einen andere Sicherungsrichtlinie ausgewählt werden. Eine bestehende Richtlinie kann zurzeit nicht verändert werden. Somit muss bei einer Anpassung der Sicherungsparameter eine neue Sicherungsrichtlinie erstellt und bei den gewünschten Sicherungsaufträgen hinterlegt werden.

Erstellen einer Sicherungsrichtlinie

Sie vergeben einen Name und aktivieren die Protokollsicherung.

Die Konfiguration der Sicherungsrichtlinie zur Vollsicherung und deren Aufbewahrungszeiten sind zu den anderen Azure Backup Arten identisch. Es wurden im Beispiel die vorgeschlagenen Werte übernommen.

Wiederherstellung

Genauso einfach wie das Backup zu konfigurieren ist, gestaltet sich auch die Wiederherstellung einer Datenbank:

Zuerst wählen Sie im Sicherungstresor die Sicherungselemente “SQL in Azure VM” aus und markieren die Datenbank, die wiederhergestellt werden soll. Über “Datenbank wiederherstellen” gelangen Sie zum Wiederherstellungsassistenten.

Hier werden die Wiederherstellungsparameter angegeben, ob die Sicherung z.B. an einem alternativen oder am ursprünglichen Speicherort wiederherstellt werden soll. Im Beispiel wird ein alternativer Speicherort auf demselben Server und derselben Instanz jedoch ein anderer Datenbankname verwendet.

Wenn Sie jetzt eine Wiederherstellung durch eine Protokollsicherung auswählen, ist es möglich, auf die Sekunde genau eine Wiederherstellung der Datenbank durchzuführen. Azure Backup führt die Voll- und Protokollsicherungen selbständig zusammen, die für die Zeitpunktwiederherstellung nötig sind.

Im letzten Schritt sollten Sie die Pfade bestätigen und die NoRecovery Funktion deaktiviert lassen. Somit ist die Datenbank nach der Wiederherstellung gleich betriebsbereit.

Diese Sicherungsfunktion ist zwar aktuell noch „nur“ als Vorschau verfügbar, jedoch verspricht sie schon jetzt eine unkomplizierte Möglichkeit zur Sicherung und Wiederherstellung von Microsoft SQL Datenbanken in Azure VMs.

Somit entfällt die Notwendigkeit einer aufwendigen Wiederherstellung der SQL Datenbank bei der ausschließlichen Nutzung von Azure Backup zur Sicherung der Azure VM oder der Notwendigkeit externe und zusätzliche Sicherungen für Microsoft SQL zu konfigurieren und zu pflegen.

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